Marietheres Waibel-Metzler

Weinspezialistin und Verkaufsleiterin für Europa

Seit sie denken kann, ist Marietheres Waibel-Metzler auf der ganzen Welt unterwegs – zunächst mit ihren Eltern, heute als Verkaufsleiterin und Repräsentantin des geschichtsträchtigen Weingutes ihrer Familie: „Constantia Glen“ in Kapstadt, Südafrika. Die junge Weltenbummlerin lebt derzeit mit ihrem Mann in Zürich, und wenn sie nicht gerade edle Tropfen auf großen europäischen Messen präsentiert, dann verbringt sie ihre Zeit am liebsten in Vorarlberg, wo auch ein Teil ihrer Verwandten lebt.

Wir treffen die Mitte-20-Jährige daher auch in Dornbirn zum „Schwarz auf Weiß“-Interview. Der vereinbarte Cafe-Treffpunkt hat unerwartet geschlossen, Maritheres diskutiert mit uns einen Alternativvorschlag und wir merken: sie kennt sich gut aus in der Heimatstadt ihrer Vorfahren väterlicherseits. Da ihre Muttersprache Englisch ist – obwohl Marietheres die deutsche Sprache ausgezeichnet versteht – steht diesmal ausnahmsweise im Anschluss an diesen Text auch die englische Originalversion des Porträts zur Verfügung.

Titelbilder: ©Dune Spence-Ross

Tasche und Pass immer dabei

Die Spontanität, mit der Marietheres Waibel-Metzler auch auf unsere Interviewanfrage reagiert hat, wertet sie selbst als eine ihrer wichtigsten Stärken: „Ich habe immer meinen Pass und meine Tasche dabei. Und wann immer jemand den Vorschlag macht, etwas zu unternehmen und es mir irgendwie möglich ist, dann antworte ich: Okay, lass uns gehen! Ich habe daher immer eine Millionen Dinge in meiner Tasche wie beispielsweis Shampoo und Zahnbürste. Ich liebe es zu reisen – auch spontan – und die Welt zu erforschen. Mein Leben ist ein großes Abenteuer“, schwärmt die quirlige Weinkennerin. Besonders das zu Ende gehende Jahr scheint tatsächlich ein einziges Abenteuer für sie gewesen zu sein: Marietheres erzählt, dass sie in ihrer intensivsten Zeit heuer in nur sechs Wochen 13 Staaten und deren größten Städte bereist hat: „41 Flüge waren das allein in diesem Jahr – alles natürlich hauptsächlich wegen der Arbeit, aber auch für mich. Ich habe einfach den für mich richtigen Job gefunden, der alle meine Vorlieben und Charakterstärken vereint.“

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Dass sie viel alleine reisen muss, macht ihr nichts aus. Marietheres sprüht vor Selbstvertrauen und Aufgeschlossenheit: „Ich liebe die Menschen“, bekräftigt sie, „ich liebe es, Leute aus aller Welt kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören“. Durch ihre Arbeit als Verkaufsleiterin für den europäischen Weinmarkt hat sie gelernt, auf Menschen zuzugehen: „Wenn ich freundlich bin, dann sind die Leute auch freundlich zu mir“, lacht sie. „Auch wenn ich einmal irgendwo für einen Tag wirklich alleine in einer fremden Stadt bin und niemanden kenne, würde ich diesen Tag niemals vergeuden und nichts tun. Ich sehe mich dann eben auf eigene Faust um und überlege mir, was ich unternehmen könnte.“

Aufgeschlossener Unternehmergeist

Der Unternehmungsgeist ist der jungen Weltenbummlerin in die Wiege gelegt worden: ihr Vater, Alexander Waibel, stammt aus einer Dornbirner Unternehmer-Familie. Mariethers wurde als erste von drei Töchtern in St. Gallen geboren, da ihre Eltern zu dieser Zeit gerade ihren Lebensmittelpunkt in der Westschweiz hatten: „Ich bin also ein bisschen etwas von allem“, meint sie fröhlich. „Meine Eltern haben sich dann dazu entschieden, an einen Ort zu ziehen, an dem es wärmer ist, an einen Ort, den sie beide so sehr liebten: Kapstadt. Mein Vater verbrachte regelmäßig seinen Urlaub auf dem dortigen Familiengut und auch meine Mutter war schon damals immer wieder für längere Zeit in Südafrika. Also beschlossen sie, mit ihren Kindern dort zu leben.“

Marietheres Waibel-Metzler ist also in Kapstadt aufgewachsen. Aber da ihre Eltern ebenso gerne reisen wie sie, verbrachte die Familie immer auch einen Monat im Jahr in Vorarlberg, „und dann normalerweise noch einmal einen weiteren Monat irgendwo anders. Ich war also schon immer unterwegs auf der Welt, durfte sie erforschen und habe dadurch bis heute ein wirklich aufregendes Leben geführt“. Die Mitte 20-Jährige spricht also durchaus schon aus Erfahrung, wenn sie sagt: „In Kapstadt hat es sich für mich nie gefährlicher angefühlt als in New York oder in einer anderen Großstadt. Klar, in einer so großen Metropole muss man sich schlau bewegen. Wenn man dort nachts alleine eine dunkle Straße hinuntergeht, dann sollte man eben wissen, welches Risiko man da in Kauf nimmt. Das einzige Mal übrigens, als ich tatsächlich bestohlen worden bin, war ich in London, und nicht in Kapstadt. Ich sage immer: Wer den besten Urlaub überhaupt erleben will, der muss unbedingt einmal nach Kapstadt gehen!“

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Als Schülerin und Jugendliche hat Marietheres Waibel-Metzler Kapstadt auch als einen sehr internationalen Ort kennen gelernt: „Es gab viele deutschsprachige Kinder in meiner Klasse, eigentlich mehr als Afrikaans sprechende.“ Marietheres ist zweisprachig aufgewachsen, mit ihren Großeltern sprach und spricht sie Deutsch, „aber meine Muttersprache ist eindeutig Englisch“, betont sie. „Auch die Unterrichtssprache in der Schule war Englisch. Es war also immer eine gewisse Mischung aus beiden Sprachen, und deshalb hatte ich wohl noch so ein gutes Ohr für die deutsche Sprache, als ich in die Schweiz gezogen bin.“

Mousy

Ein weniger gutes Ohr hatte ihre englischsprachige Umgebung für ihren Vornamen. Niemand konnte ihn aussprechen. „Marietheres. Das ist für einen Englischsprechenden fast unmöglich. Deshalb nannten mich alle Mousy. Ich wuchs wirklich mit diesem Namen auf! Und irgendwann war es völlig normal, dass mich alle so nannten. Meine Familie, meine Freunde … Und alle hörten natürlich, dass man mich Mousy rief – das ging sogar so weit, dass, als ich anfing zu arbeiten und mich als Marietheres vorstellte, alle verwirrt waren. Cool, dachte ich mir, warum nicht?. Selbst als ich meinen Universitätsabschluss gemacht habe, stand auf meinem Diplom Mousy Waibel, da musste ich dann allerdings zum Direktor gehen, um das zu ändern – ich konnte doch nicht als Mousy abschließen!“, lacht sie herzlich. Ihren Instagram-Account allerdings führt sie noch heute unter eben diesem Namen…

Constantia Glen in vierter Generation

Das Weingut ihrer Familie, „Constantia Glen“, liegt rund 15 Minuten von Kapstadt entfernt. Die Region „Constantia“ wird seit 1685 als eines der ältesten Weinregionen der Welt beschrieben. Die Geschichte von „Constantia Glen“ begann allerdings nicht als Weingut, sondern als klassische Hühner- und Rinderfarm: Marietheres‘ Urgroßvater, Manfred Thurnher, war als Eigentümer der Dornbirner Textil- und Bekleidungsfirma mäser geschäftlich viel unterwegs. Thurnher (der Ehemann von Hedi Mäser, deren Großvater Benedikt Mäser 1882 die geschichtsträchtige Textilfirma in Dornbirn gegründet hat) hatte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auch Südafrika bereist, um nach Investitionsmöglichkeiten zu suchen. „Er hatte die Befürchtung, dass Russische Besatzer, die damals Teile Österreichs unter ihrer Herrschaft hatten, auch Vorarlberg einnehmen würden – und damit auch die familieneigenen Textilwerke. Als ihm dann auch noch ein Arzt riet, aus gesundheitlichen Gründen etwa sechs Monate pro Jahr in den sonnigen Ländern dieser Welt zu verbringen, empfand er Südafrika als gute Option.“ Mitte des vorigen Jahrhunderts erwarb der Fabrikant schließlich eines der insgesamt neun Anwesen im „Constantia Valley“, seither ist „Constantia Glen“ im Eigentum der Vorarlberger Familie.

„Constantia Glen“ im „Constantia Valley“; Foto: ©Familie Waibel

„Constantia Glen“ im „Constantia Valley“; Foto: ©Familie Waibel

Und es ist noch gar nicht so lange her, dass das Gut wieder seiner ursprünglichen Bestimmung, dem Weinbau zurück geführt worden ist: „Im Jahr 2000, da war ich nicht einmal zehn Jahre alt, gab es in der Gegend ein wirklich großes Feuer“, erzählt Marietheres. „Zigtausend Hektar Land sind verbrannt. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Fast das gesamte Constantia Valley ist abgebrannt.“ Das Feuer bedeutete aber auch eine Chance für diejenigen, die bislang noch gezögert hatten, es mit Weinanbau in diesem Gebiet zu versuchen. „Meine Familie entschied sich damals, alles neu aufzubauen und das wieder entstehen zu lassen, wofür die ursprüngliche Gegend eigentlich bekannt war: nämlich für den Anbau von hochwertigem Wein.

„Constantia Glen“ im „Constantia Valley“; Foto: ©Familie Waibel

„Constantia Glen“ im „Constantia Valley“; Foto: ©Familie Waibel

Wir haben auf unserem Weingut eine durchschnittliche Temperatur von 16 bis 18 Grad das ganze Jahr über, was perfekt für Wein ist. Das Land bekommt genug Regen ab, wir brauchen kein trockenes Land zu kultivieren. Und da das Tal auf drei Seiten vom Ozean umgeben ist, weht immer eine leichte Brise, was Schädlinge fern hält, sodass wir keine Chemikalien und Pestizide brauchen. Es stand uns damals viel Arbeit bevor, es gab ja noch gar keinen wirklichen Markt dafür. Wir haben von Null angefangen und 2001 unsere ersten Weinstöcke gepflanzt. Es dauert ein paar Jahre, bis ein Wein sich so weit entwickelt hat, dass er sich verkaufen lässt. Mittlerweile sind wir in der ganzen Welt bekannt und unsere Weine sind mehrfach ausgezeichnet worden – das alles hat sich in kürzester Zeit entwickelt“, erzählt die Verkaufsleiterin stolz.

Seit Marietheres Waibel-Metzler zehn Jahre alt war, hat sie auf dem Weingut mitgeholfen: „Und es gab immer etwas zu tun – wie etwa Trauben ernten und pflegen oder das Weingut zu reinigen.

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Ich glaube, mein erster Job war es, den Weinkeller und die Böden während der Ernte sauber zu halten. Das ist wirklich der mieseste Job, aber ein wichtiger und irgendjemand muss es ja tun. Ich habe viel dabei gelernt und später auch in der Weinverkostung mitgearbeitet.“

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

In der Hochsaison sind auf „Constantia Glen“ viele Touristen anzutreffen, die ebenfalls versorgt und bedient werden wollen: während des Jahres sind daher rund 50 Mitarbeiter auf dem Weingut beschäftigt, während der Erntezeit sind es bis zu 100. Noch heute verbringt Marietheres Waibel ihre Freizeit damit, während der Ernte-Saison auf dem elterlichen Weingut, aber auch auf anderen Farmen mitzuhelfen: „Ich weiß, ich müsste das eigentlich nicht tun. Aber ich denke, dass es ein wichtiger Teil ist. Die Grundlagen, wie man Wein macht, möchte ich nicht aus den Augen verlieren. Ich lerne ständig dazu – ich liebe Wein und seine Geschichte mit allem drum und dran.“

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Ihre Liebe zum Wein war allerdings nicht von Beginn an so groß: „Als ich 19 Jahre alt war, beschloss ich, ganz etwas anderes zu machen. Ich bin nach London gezogen, habe Stadtplanung studiert und vor vier Jahren abgeschlossen.“ Als Marietheres dann noch ihren Masterabschluss machen wollte, hatte sie einen schweren Unfall, der ihr ein Bein zerschmetterte: „Ich musste ungefähr drei Monate lang in einem Rollstuhl sitzen. Ich verließ London und ging zurück nach Kapstadt.“ Dort hatte sie während ihrer Rehabilitation mehrere Weinkurse absolviert und sich mehr und mehr auf die Materie eingelassen. „Ich konnte plötzlich nicht mehr verstehen, warum ich das nicht früher schon erkannt hatte: mir wurde klar, dass ich es wirklich mochte! Früher habe ich nur die Arbeit auf dem Hof gesehen, die erledigt werden musste. Aber mit etwas mehr Erfahrung und mit etwas Abstand wurde mir bewusst, was ich da eigentlich habe.

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Marietheres Waibel-Metzler; Foto: ©Dune Spence-Ross

Der Job ist aufregend, man lernt jeden Tag etwas Neues dazu. Jeder Tag ist anders. Es ist kein nine-to-five-Job. Ein mehrmonatiger Aufenthalt in Hongkong, wo Marietheres die Möglichkeit hatte, in einem Geschäft mit Spitzenweinen zu arbeiten, habe sich diese Leidenschaft für Wein dann endgültig gefestigt, erzählt sie.

Vorarlberger Verbindung besiegelt

Etwa zur selben Zeit hat sich für Marietheres auch eine ganz andere Leidenschaft gefestigt – nämlich jene zu einem Bregenzerwälder, den sie seit ihrem 13. Lebensjahr durch einen Schüleraustausch kennt und vergangenes Jahr geheiratet hat: „Mein Mann ist beruflich auch sehr viel unterwegs, wir treffen uns normalerweise in Vorarlberg und Zürich, meiner momentanen Heimatstadt – oder vielmehr einer Art Basisstation. Ich liebe Südafrika und ich liebe Kapstadt – dort bin ich aufgewachsen, es ist ein Teil meiner Geschichte. Ich gehe jedes Jahr für einen Monat dorthin. Aber ich wusste immer, dass ich eine Person bin, die nicht an einem Ort bleiben kann. Und Kapstadt gibt mir leider nicht die Möglichkeit zu reisen – man braucht zwölf Stunden, um überall hin zu kommen! Für meine Arbeit muss ich auf dieser Seite der Welt sein. Zürich ist ein guter Ausgangspunkt für Reisen. Ich glaube aber nicht, dass ich dort für immer leben werde.

Mein richtiges Zuhause ist momentan ohnehin mehr Vorarlberg, wo einige meiner Verwandten und die Familie meines Mannes leben. Hier fühle ich mich sehr wohl. Ich könnte mir vorstellen, dass hier irgendwann in der Zukunft ein Heimathafen für mich sein könnte!“ Dieses Jahr wird Marietheres Waibel-Metzler seit längerem Weihnachten wieder einmal in Kapstadt und nicht in Vorarlberg verbringen: „Es wird eine Sommerweihnacht am Strand mit meinem Mann, meinen Schwestern, meiner gesamten Familie, und ich freue mich schon sehr darauf!“

Verfasst im November 2017

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Englische Version – English Version

Portrait Marietheres Waibel-Metzler
Wine specialist and sales manager for Europe

Marietheres Waibel-Metzler has been travelling around the world for as long as she can remember – first with her parents, today as sales manager and representative of her family’s wine estate „Constantia Glen“ in Cape Town, South Africa. The young globetrotter currently lives with her husband in Zurich, and when she is not presenting fine wines at major European trade fairs, she prefers spending her time in Vorarlberg, where some of her relatives live.

We therefore meet the woman in her mid-twenties in Dornbirn for our „Schwarz auf Weiß“ interview. The café where we agreed to meet is unexpectedly closed, and when we talk about an alternative we realize: Marietheres knows the hometown of her ancestors very well.

Bag and passport always with her

The spontaneity with which Marietheres Waibel-Metzler also responded to our interview request is one of her key strengths: „I always have my passport and my bag with me. And whenever someone suggests doing something or going somewhere, my answer is: Okay, let us go! So I always have a million things in my bag like shampoo and toothbrush. I love traveling – also spontaneously – and exploring the world. My life is a great adventure“, she says. In particular, this year seems to have been a real adventure already: Marietheres tells us that in the most intense time of this year she has been to 13 states within only six weeks: „This year I have taken 41 flights – all of them mainly because of my job, but some also just for me. I can say that I have really found the right job because it combines all my preferences and character strengths.“

The ability to approach people

So she does not mind travelling on her own sometimes. Marietheres is full of self-confidence and open-mindedness: „I love people“, she affirms, „I love getting to know different people from all over the world and listening to their stories.“ In her job as a sales manager for the European wine market, she has learned to approach people: „When I am friendly to the people, people are friendly to me, as simple as that“, she laughs. „Even when I am alone in a foreign city for a day or two and I do not know anybody, I would never waste that time by doing nothing. I’ll just look around on my own and think about what I could do by myself. “

The young globetrotter has inherited the entrepreneurial spirit: her father, Alexander Waibel, comes from an Austrian manufacturer family. Mariethers was born (as the first of three daughters) in St. Gallen because her parents were living in the western part of Switzerland at that time: „So I am a little bit of everything“, she says cheerfully. „My parents then decided to move to a place that is warmer, to a place they both loved so much: Cape Town. My father had regularly spent his vacation at „Constantia Glen“ and my mother had also always loved to be in South Africa. So they decided to live in Cape Town with their children. “

Childhood in Cape Town

So Marietheres Waibel-Metzler grew up in Cape Town. But since her parents like to travel as much as she does, the family always spent one month a year in Vorarlberg, „and then usually another month somewhere else. So I have always been on the road, I have always been allowed to explore the world and I have lived a really exciting life – and I still do!“ That is why the woman in her mid-twenties is already able to speak quite well from experience, when she says: „In Cape Town, it was not more dangerous for me than in New York, London or in any other big city. For sure you have to know how to behave: if you go down a dark street alone at night, then you should just know what risk you take in there. By the way, the only time I was actually robbed was in London – not in Cape Town. I always say: If you want to experience the best vacation, you have to go to Cape Town!

As a pupil Marietheres Waibel-Metzler also got to know Cape Town as a very international place: „There were many German-speaking children in my class, actually more than Africaans-speaking.“ Marietheres grew up bilingual, spoke und still speaks German with her grandparents. „But my mother tongue is definitely English“, she emphasizes. „The official language at school was English, too. So I grew up with a mix of both languages, that is why I had such a good ear for the German Language when I moved to Switzerland.“

Mousy

On the opposite, her English-speaking environment seemed to have a „less good ear“ – at least concerning her first name. Nobody could pronounce it: „Marietheres. This is almost impossible to say for an English speaking person. That is why everyone called me Mousy. I really grew up with that name! And at some point it was completely normal that everybody called me like that. My family, my friends … And of course everybody heard them calling me Mousy – it went so far that when I started to work and introded myself as Marietheres, everyone was confused. Cool, I thought, why not? Even when I graduated from university, Mousy Waibel was written on my diploma, so I had to go to the director to change that – I could not finish as Mousy!“, she laughs heartily. However, you still find her Instagram account under this name…

4th generation Constantia Glen

The winery of her family, „Constantia Glen“, is not more than about 15 minutes away from Cape Town. Since 1685 the whole Constantia region has been described as one of the oldest wine regions in the world. But the story of „Constantia Glen“ did not start as a winery at all, but as a chicken and cattle farm: Marietheres‘ great-grandfather Manfred Thurnher, owner of the Dornbirn textile and clothing company maeser, was on the road a lot. Thurnher (husband of Hedi Mäser, whose grandfather Benedikt Mäser founded the textile company in Dornbirn in 1882) had also traveled to South Africa shortly after the Second World War to look for investment opportunities: „He was afraid that the Russians who had occupied parts of Austria after the Second World War would take over Vorarlberg as well and nationalize our textile plants there. At the same time a medical doctor gave him the advice to spend about six months a year in the sunny countries of the world to stay healthy. Then he considered South Africa to be a good option for some good reasons.“ So in the middle of the last century the manufacturer acquired one of the nine properties of the „Constantia Valley“. Since then „Constantia Glen“ has been in possession of the family from Vorarlberg.

And it is not so long ago that the estate was returned to its original purpose: to viticulture: „In the year 2000 there was a really big fire in the area“, tells Marietheres. „Thousands of hectares of land were burned. I remember it very well. Almost the entire Constantia Valley burned down. „But the fire also represented an opportunity for those who had been reluctant to try wine-growing in the area. „My family decided to rebuild and renew it into what the original area had been known for: the cultivation of high quality wine. At our winery, we have an average temperature of 16-18 degrees throughout the year which is perfect for wine, the soil gets enough rain, so we do not need to cultivate dry land. And since the valley is surrounded by the ocean on three sides, there is always a smooth breeze that keeps pests away, so we do not need chemicals and pesticides.

In the beginning there was a lot of work ahead of us and, of course, there was no real market for it at that time. We started at zero and planted our first vines in 2001, it then takes multiple years for the vines to mature. Even due to this short time frame we have been producing we are international recognized for our quality and style“, the sales manager proudly says.

From wine production to urban planning

Since Marietheres Waibel-Metzler was ten years old she has worked and helped out at her parents‘ winery: „And there was always something to do – such as harvesting and cultivating und digging grapes or cleaning the winery. I think my first job was to keep the wine-cellar and floors clean during the harvest. This is really the worst job but an important one, and somebody has to do it… I learned a lot and later I worked in the wine tasting room.“ During high season there are many tourists on „Constantia Glen „and they also want to be taken care of and be served: so during the year around 50 employees work at the winery, during harvest time the number grows up to nearly 100. Even today Marietheres Waibel-Metzler spends her free time helping out during the harvest season at her parents‘ winery, but also on other farms: „I know, I do not really have to do that. But I think that it is an important part of my job. I do not want to lose sight of the basics of making wine. I am constantly learning – I love wine and its history with everything that belongs to it.“

However, her love for wine has not been that intense right from the beginning: „When I was 19 years old I decided to do something completely different. I moved to London, studied urban planning and graduated four years ago.“ When Marietheres was about to do her master, she had a serious accident that shattered her leg: „I had to sit in a wheelchair for about three months. I left London and went back to Cape Town.“ There she did several wine courses during her rehabilitation and became more and more involved in the matter. „I suddenly could not understand why I had not recognized this before: I realized that I really liked it! When I was younger I used to see only the work in the yard that needed to be done. But with a little more experience and some distance I realized what I actually have. The job is exciting, you learn something new every day – every day is different. It is not a nine-to-five job. After spending several months in Hong Kong, where she had the opportunity to work in a top-quality wine shop, she finally „cemented“ her passion for wine.

Consolidating the Vorarlberg connection

At the same time Marietheres also developed another „passion“ – her close friendship to a Vorarlberger whom she had known since she was 13 years old, they got married last year. „My husband also travels a lot because of his job. We usually meet in Vorarlberg and Zurich which is my current hometown or rather a kind of base. I love South Africa and I love Cape Town – that’s where I grew up, it’s part of my story. I go there for a month every year. But I have always known that I am a person who can not stay in one place. And Cape Town unfortunately does not give me the opportunity to travel – it takes me twelve hours to get somewhere! For my job, I have to be on this side of the world – Zurich is a good base for traveling. But I do not believe that I will live there forever.

Anyhow, my favourite place to be at the moment is Vorarlberg where some of my relatives and my husband’s family live. I love to be here. Maybe some day in the future it could be a real home for me!“ But this year Marietheres Waibel-Metzler is going to spend Christmas in Cape Town again: „It will be a summer Christmas on the beach with my husband, with my sisters and the entire family, and I am really looking forward to it!“

Written in November 2017

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