Etwas rührt sich

Da rührt sich tatsächlich was – oder wie es weiter östlich von Vorarlberg heißt: „Eppes riahrt sig“! Unter diesem Titel hat nämlich eine „unserer“ Damen gemeinsam mit zwei Autorinnen aus dem Waldviertel und dem Tiroler Oberland ein Dialektbuch veröffentlicht. Die Bregenzerwälder (Mundart-)Dichterin Birgit Rietzler hat – wie bereits in unserem Porträt angekündigt – mit Lea Jehle und Christiana Pucher ein gemeinsames Werk erschaffen:

Von  links: Herausgeberin Annemarie Regensburger, die Autorinnen Lea Jehle, Christiana Pucher und Birgit Rietzler

Chemie hat von Anfang an gepasst

„Unsere Herausgeberin Annemarie Regensburger hat uns drei Autorinnen ausgewählt, das Konzept gemacht, die Texte mit ausgewählt, Textkritik mit uns gemacht hat, mit dem Verlag verhandelt und vieles mehr“, betont Birgit Rietzler. „Das war eine Mammutarbeit, für die wir drei ihr sehr dankbar sind. Da unsere Herausgeberin die (strenge) Autorinnenwahl getroffen hat, war und ist es ein Glücksfall, dass die Chemie zwischen uns Dreien von Anfang an gepasst hat. Was mindestens genauso wichtig ist: Jede von uns ist überzeugt von der Arbeit und dem Schreibstil der anderen. Wir sind sehr glücklich mit unserem Werk“, freut sich die Bregenzerwälderin.

Dialekt-Texte werden übersetzt

„Eppes riahrt sig“ ist Teil einer Projektreihe, die Arbeiten von MundartautorInnen quer durch ganz Österreich versammelt. „Das Spannende dabei ist“, erklärt Birgit Rietzler, „dass der jeweilige Dialekttext auch ins Hochdeutsche übersetzt wird. Ich habe das erste Buch dieser Reihe mit Genuss gelesen, es war so richtig spannend“, schwärmt die Mundartautorin. Sie war deshalb natürlich gleich dabei, als man sie gefragt hat, mitzumachen und eigene Texte zu publizieren: „Die Möglichkeit, Dialekt zu übersetzen, ist doch sehr begrenzt. Vor allem Regelwerke mit Rhythmus und Reim verlieren viel Klang und Charme, aber auch viele spezielle Redensarten und Begriffe klingen richtig hölzern, wenn man sie übersetzt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und so ist es uns doch gelungen, vorwiegend kurze Dialektlyrik so zu übersetzen, dass sie uns auch auf Deutsch richtig gut gefallen.“

„Eppes riahrt sig“; Foto: ©Birgit Rietzler

„Eppes riahrt sig“ wird nun seit dem Frühjahr in ganz Österreich vorgestellt, etwa beim „ORF Heimatherbst“ im Landesfunkhaus in Dornbirn sowie vor kurzem in Birgit Rietzlers Heimatgemeinde Au. Und ein Tipp für alle Mundartfreunde im Ländle: die Lesetour geht weiter! Am 29.November 2019 „riahrt sig eppes“ in der neuen Bücherei in Bizau sowie am 15. Dezember im Hotel „Sonne“ in Mellau beim „Bregenzerwälderabend“ des „Heimatpflegevereins“.

Herzlichen Glückwunsch liebe Birgit und allen Lesern: viel Vergnügen!

Das „Schwarz auf Weiß“-Porträt über Birgit Rietzler gibt es hier zum Nachlesen

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